Willkommen auf reiseinfos-griechenland.de
Republik in Südosteuropa auf der Balkanhalbinsel zwischen Adriatischem und Ägäischem Meer und auf zahlreichen Inseln in beiden Nebenmeeren des Mittelmeers, 131 957 km², 10,7 Mio. Einwohner, Hauptstadt Athen.
Land und Leute
Den Westen von Griechenland bilden alpine Faltengebirge, die sich über Kreta und Rhodos bis Anatolien fortsetzen, der ebenfalls gebirgige Osten weist ältere Faltungen auf. Zwischen ihnen liegt ein Mosaik von Hoch- und Tiefschollen, die kleine Kammer- und Beckenlandschaften formten. Wie die Inseln vom Festland getrennt ist der ähnlich gestaltete Peloponnes durch den Golf von Korinth und den Saronischen Golf, die kleine Landverbindung des Isthmus von Korinth ist seit 1893 von einem Kanal durchschnitten. Die Landschaftsvielfalt schuf mit den zerklüfteten Küstenregionen und Inselwelten die Voraussetzungen für eine reich gegliederte Gesellschaft, die erst allmähl. zu dem heute homogenen Volk zusammenwuchs: Fast 98 % der Bewohner sind griechisch-orthodoxe Christen, die geballt v. a. um die Hauptstadt und um die Hafenstadt Saloniki siedeln.
Wirtschaft
Zwar begünstigt das mediterrane Klima das Land, doch hat Raubbau schon in der Antike die Wälder vernichtet und die Bodenerosion gefördert, sodass nur stellenweise und nur karge landwirtschaftliche Ergebnisse möglich sind. Anstrengungen zur Industrialisierung sind daher immer wieder unternommen worden und haben u. a. in der Textilmanufaktur einige Erfolge gebracht, der Beitritt zur EG (1981) brachte einen weiteren Schub. Der Export stützt sich dennoch v. a. auf Agrarprodukte, in erster Linie Olivenöl. Daneben spielen Tabak, Korinthen, Wein und Zitrusfrüchte eine Rolle. Auch die Fischerei erzielt gute Fangleistungen. Außerdem ist der Fremdenverkehr zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Im 3. vorchristlich Jt. minoische Kultur auf Kreta, die aus dem Norden in Griechenland eingewanderten indoeuropäischen Stämme verschmolzen mit der Urbevölkerung zu den Hellenen, die um 1400 v. Chr. die mykenische Kultur hervorbrachten; Kolonisierung der Ägäis und blühende Handelsbeziehungen im ganzen östlichen Mittelmeer; es folgte die Ablösung der Alleinherrscher und die Ausbildung von durch die Bürger gelenkter Stadtstaaten (Polis). Im 5. Jh. v. Chr. Abwehrkampf gegen die Perser, die wachsende Rivalität zwischen Athen und Sparta führte zum Peloponnesischen Krieg (431–404 v. Chr.), zum Niedergang der Polis und im 4. vorchristlichen Jh. zur Eroberung durch Makedonien. Der makedonische König Alexander begründete ein Weltreich; Ausbildung des Hellenismus, der die griechische Kultur im ganzen Mittelmeerraum verbreitete. Danach gehörte Griechenland zum Römischen Reich, bis ins 15. Jh. nach Christus zum Byzantinischen Reich; bis 1830 war es Teil des Osmanischen Reichs. Nach der Unabhängigkeit Errichtung einer Monarchie, im 2. Weltkrieg von den Deutschen besetzt, 1945–1952 Bürgerkrieg, der mit der Niederlage der Kommunisten endete; 1952 NATO-Mitglied, 1967 Militärputsch, 1974 nach dem erfolglosen Zypernkrieg Ablösung der Junta. An die Stelle der 1973 abgeschafften Monarchie trat eine republikanische Verfassung. EU-Mitglied 2000.